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Protest gegen den AfD Landesparteitag in Nürtingen am 21.01.2017

Posted on Samstag, Januar 21, 2017 in Allgemein

Anlässlich des Landesparteitages der AfD versammelten sich heute ca. 800 Menschen an der Nürtinger Stadthalle K3N, um mit vielfältigen Aktionen für Solidarität, sowie gegen rassistische Hetze zu protestieren.

 

Schon am Abend des Vortages begann die Polizei das Gebäude, als auch die Einfahrten zum angrenzenden Parkhaus weitläufig abzusperren. Hierbei trafen sie auf Aktivistinnen welche mit Kreide den Vorplatz der Stadthalle verschönern wollten, die Einsatzkräfte reagierten direkt provokant und nahmen eine der Frauen mit aufs Revier, um ihr anschließend einen Platzverweis über das gesamte Wochenende zu erteilen.

 

Am Tag der Proteste trafen bereits ab 07:30 Uhr die ersten AntifaschistInnen ein, um an drei Kundgebungspunkten rund um die Stadthalle verteilt lautstarken Protest auszudrücken. Die Akkreditierungen der AfD starteten ab 08:00 Uhr, der Presse wurde der Zugang seitens der Partei verweigert.

 

Trotz des massiven Polizeiaufgebots durch das die AfDler auf das Gelände des K3N geschleust werden sollten, konnten zahlreiche Rechte vorübergehend daran gehindert werden in die Halle zu gelangen.

 

Auf dem Jorderyplatz wo die Hauptkundgebung stattfand gab es musikalische Unterhaltung, außerdem Redebeiträge verschiedener Gruppen.

Eier und Tomaten flogen in Richtung der Rassisten, zu dem wurde im Parkhaus, welches die AfD-Anhänger nutzten, eine Rauchbombe und Böller gezündet.

 

Ab 10:30 Uhr versammelten sich die AntifaschistInnen, um die Proteste gemeinsam mit einer lautstarken Demonstration abzurunden. Die Route führte über den Schillerplatz, wo sich auch zahlreiche Personen des Nürtinger Bündnises „Nürtingen ist bunt“ einreihten. Nach einem entschlossenen Marsch durch die Innenstadt und über die Bahnhofstraße wurde die Versammlung aufgelöst, wobei die Polizei versuchte durch provokantes Verhalten und Festnahmen ihr Großaufgebot zu rechtfertigen. Einige AntifaschistInnen zogen danach noch zum Nürtinger Polizeirevier, um auf die Freilassung zweier Festgenommener zu warten, was nach der Personalienfeststellung und dem Ausstellen von Platzverweisen geschah.

 

Trotz des durchgehend eskalativen Auftretens der Polizei konnte ein deutlicher und öffentlich wirksamer Protest organisiert und durchgeführt werden. Ermöglicht wurde dieser Erfolg durch die spektrenübergreifende Zusammenarbeit verschiedenster Gruppen, Bündnisse und Einzelpersonen. Hieran gilt es anzuknüpfen! Gelegenheiten wird es auch bei der kommenden Bundestagswahl im September und den dazu anstehenden Wahlveransaltungen geben.

Ob Nürtingen, Esslingen oder sonstwo – rechten Hetzern keine Basis bieten!

 

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